Man ist nie zu klein,
um großartig zu sein

Unsere pädagogische Arbeit

Wir gestalten gemeinsam mit den Kindern einen Alltag, durch den sie in Gemeinschaft, Mitbestimmung, Bewegung, Naturerfahrungen und sinnlichem Entdecken, die Welt erkunden und an ihr wachsen können.

Zusammen wachsen

Kinder entwickeln sich in Beziehung.

Im täglichen Zusammenleben erleben sie Gemeinschaft, Nähe, Rücksichtnahme, Auseinandersetzung und Versöhnung. Wir begleiten sie dabei, ihren Platz in der Gruppe zu finden und soziale Erfahrungen zu machen, an denen sie wachsen können. Dazu gehört auch, Konflikte nicht einfach zu verhindern, sondern Kinder achtsam durch diese Situationen zu begleiten. Sie lernen, eigene Gefühle wahrzunehmen, Bedürfnisse auszudrücken und gemeinsam Lösungen zu finden.

Die Kinder lernen miteinander, voneinander und wachsen an den Erfahrungen, die sie jeden Tag zusammen machen.

Mitentscheiden und mitgestalten

Kinder sind von Anfang an eigenständige Persönlichkeiten mit eigenen Bedürfnissen, Interessen und Rechten. Uns ist wichtig, sie im Alltag ernst zu nehmen, ihnen zuzuhören und ihnen echte Möglichkeiten zur Mitbestimmung zu geben. So erleben die Kinder, dass ihre Meinung zählt und dass sie ihren Alltag aktiv mitgestalten können. Selbstständigkeit entwickelt sich dabei in vielen kleinen Schritten. Im täglichen Tun dürfen die Kinder ausprobieren, entscheiden, mitwirken und zunehmend Verantwortung übernehmen. Wir begleiten sie aufmerksam, geben Orientierung und trauen ihnen zu, ihren eigenen Weg zu finden.

Die UN-Kinderrechte sind für uns keine Theorie, sondern eine wichtige und verbindliche Grundlage unseres täglichen Handelns. Kinder haben ein Recht auf Schutz, Beteiligung, Förderung und auf einen respektvollen Umgang. Diese Haltung prägt unser tägliches Miteinander und begleitet uns in der Beziehung zu jedem einzelnen Kind. So verstehen wir Partizipation nicht als einzelnen Baustein, sondern als selbstverständlichen Teil unseres pädagogischen Alltags

Mit allen Sinnen die Welt entdecken

Kinder sind von Natur aus neugierig. Sie möchten die Welt mit allen Sinnen erforschen, Dinge ausprobieren, wiederholen, verwerfen und neu entdecken. Diesen Forscherdrang greifen wir in unserem Alltag auf und schaffen Räume, in denen Kinder eigenständig aktiv werden können. Dabei ist uns wichtig, dass Entwicklung nicht unter Druck geschieht, sondern in einem Tempo, das zu jedem Kind passt. Wir geben Anregungen, setzen Impulse und lassen gleichzeitig viel Platz für freies Spiel, Fantasie und eigene Ideen. Ob beim Malen, Matschen, Bauen, Singen, Musizieren oder Experimentieren mit verschiedenen Materialien: Die Kinder sammeln vielfältige Erfahrungen, drücken sich kreativ aus und erleben Freude am eigenen Tun.

Bewegung, die Freude macht

Bewegung ist ein wichtiger Bestandteil kindlicher Entwicklung.

Kinder entdecken ihren Körper, ihre Kräfte und ihre Möglichkeiten, indem sie rennen, klettern, balancieren, springen und toben. Deshalb gehört Bewegung bei uns ganz selbstverständlich zum Alltag.Wir nutzen dafür sowohl unsere Innenräume als auch die Umgebung draußen. Spielplätze, Wege, Grünflächen und andere Ausflugsorte bieten immer wieder neue Herausforderungen und Anreize. Zusätzlich steht uns einmal die Woche ein angemieteter Bewegungsraum zur Verfügung, der den Kindern noch mehr Platz bietet, um sich auszuprobieren, sich frei zu bewegen und ihrem natürlichen Bewegungsdrang nachzugehen. Gerade an Tagen, an denen es draußen ungemütlich ist, schafft er einen wertvollen Raum für Bewegung, Spiel und körperliche Erfahrungen.

Unterwegs im Grünen

Draußen zu sein ist für uns mehr als nur frische Luft. Die Natur ist ein lebendiger Erfahrungsraum, der Kinder auf besondere Weise anspricht. Hier gibt es unendlich viel zu entdecken: Geräusche, Farben, Veränderungen, Tiere, Pflanzen, Erde, Wasser, Wind und Wetter. Wir möchten Kindern ermöglichen, die Jahreszeiten bewusst zu erleben und eine Beziehung zur Natur aufzubauen. Bei Spaziergängen an der Leine sowie bei kleinen Ausflügen in den Limmerholz oder Von-Alten-Garten entdecken die Kinder ihre Umgebung mit allen Sinnen. Sie beobachten, erforschen, staunen und sammeln dabei wertvolle unmittelbare Erfahrungen mit der Welt um sich herum. Naturerfahrungen schenken Kindern Ruhe, Abenteuer, Bewegungsfreiheit und Staunen zugleich. Sie laden dazu ein, aufmerksam zu werden, Fragen zu stellen und die Welt Schritt für Schritt zu begreifen.

Den Alltag erleben

Auch die alltäglichen Wege und Aufgaben gehören für uns zum pädagogischen Alltag dazu. Wenn wir mit den Kindern einkaufen gehen, den Wochenmarkt besuchen oder mit Bus und Bahn unterwegs sind, erleben sie ihre Umgebung ganz unmittelbar und werden Schritt für Schritt mit dem Leben außerhalb des Kinderladens vertraut. Dabei gibt es viel zu entdecken: verschiedene Orte, Menschen, Geräusche, Abläufe und kleine Herausforderungen, die gemeinsam gemeistert werden. Die Kinder lernen, sich in ihrer Umgebung zu orientieren, warten, beobachten, Rücksicht zu nehmen und neue Eindrücke aufzunehmen.Solche Alltagserfahrungen stärken nicht nur Selbstständigkeit und Selbstvertrauen, sondern geben den Kindern auch das Gefühl, Teil ihrer Lebenswelt zu sein und diese aktiv mitzugestalten.

Gemeinsam essen und genießen

Mahlzeiten sind bei uns mehr als reine Versorgung.

Sie geben dem Tag Struktur, schaffen Gemeinschaft und bieten den Kindern die Möglichkeit, ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen. Beim Frühstück dürfen die Kinder selbst entscheiden, wann sie essen möchten. So können sie in Ruhe ankommen, den Morgen in ihrem eigenen Tempo beginnen und frühstücken, wenn sie wirklich bereit dazu sind. Die mitgebrachten Brotdosen stehen den Kindern dabei auch über die Frühstückszeit hinaus zur Verfügung. Auf diese Weise erleben sie, ihre Hunger- und Sättigungsgefühle wahrzunehmen und ernst zu nehmen. Ein besonderer Moment in der Woche ist unser gemeinsames Frühstück am Freitag. An diesem Tag stellen wir die Lebensmittel bereit und orientieren uns dabei an den Wünschen der Kinder. So wird das Frühstück zu einem gemeinsamen Erlebnis, das Vorfreude, Mitbestimmung und Gemeinschaft verbindet. Schon vorher stehen den Kindern selbstverständlich Obst und Rohkost zur Verfügung.

Das Mittagessen wird täglich frisch von Green Cuisine geliefert. Im Kinderladen haben wir uns bewusst dafür entschieden, gemeinsam vegetarisch zu essen. So gehört eine ausgewogene und kindgerechte Ernährung ganz selbstverständlich zu unserem Alltag.

Nach der Mittagsruhe lassen wir den Tag bei einer gemeinsamen Obstrunde ruhig weitergehen. Auch dieser Moment lädt noch einmal zum Zusammensein, Genießen und Auftanken ein.

Die Eingewöhnung

Die Eingewöhnung ist für Kinder und Eltern ein ganz besonderer neuer Anfang.

Uns ist wichtig, dass dieser Start in den Kinderladen in einer ruhigen, sicheren und gut begleiteten Atmosphäre stattfinden kann.

Eingewöhnung in Peer-Groups

Wir gestalten die Eingewöhnung bei uns in Peer-Groups.

Das bedeutet, dass die Kinder nicht einzeln, sondern gemeinsam mit anderen neuen Kindern in einer kleinen Gruppe ankommen. In der Regel beginnen bei uns drei Familien gleichzeitig. So erleben die Kinder von Anfang an, dass sie mit dieser neuen Situation nicht allein sind, sondern sich auch gegenseitig (unter)stützen und gemeinsam erste Erfahrungen sammeln können. Für viele Kinder ist es hilfreich zu erleben, dass auch andere neu sind, sich erst orientieren und Schritt für Schritt in der neuen Umgebung ankommen. Sie beobachten einander, nehmen Kontakt auf, orientieren sich aneinander und erleben die neue Situation gemeinsam. Oft entstehen daraus schon in den ersten Tagen kleine Momente des Miteinanders – sei es beim gemeinsamen Entdecken eines Raumes, beim Beobachten im Spiel oder im ersten vorsichtigen Aufeinanderzugehen.

Die Peer-Group schafft so einen Rahmen, in dem die Kinder erste Beziehungen aufbauen und sich als Teil einer kleinen Gemeinschaft erleben können. Das erleichtert vielen den Start und macht den Übergang in die Krippe für sie oft greifbarer und vertrauter.

Kennenlernen vor dem Start

Vor unserer Sommerschließzeit und dem darauffolgenden Start der Eingewöhnungen, laden wir alle neuen Familien zu einem Kennenlern-Nachmittag in den Kinderladen ein. Dort haben Kinder, Eltern und das pädagogische Team die Möglichkeit, sich in Ruhe kennenzulernen. An diesem Nachmittag werden auch die Peer-Groups für die Eingewöhnung geplant. Diese teilen wir dabei so ein, dass wir schauen, welche Kinder und auch welche Eltern vielleicht schon erste Kontakte zueinander aufnehmen. Das kann sowohl den Kindern als auch den Eltern Sicherheit geben. Gerade für Eltern ist es oft hilfreich zu wissen, dass sie diese neue Situation nicht alleine bewältigen müssen, sondern sich gegenseitig begleiten und austauschen können.

Ankommen im eigenen Tempo

Nach unserer Sommerschließzeit startet die Eingewöhnung in den kleinen Gruppen. In den ersten Tagen geht es vor allem darum, in Ruhe anzukommen, Vertrauen aufzubauen und den Kinderladen Schritt für Schritt kennenzulernen. Die vertraute Bezugsperson ist zunächst mit dabei und gibt dem Kind Sicherheit. Nach und nach zieht sie sich zurück – immer so, wie es für das jeweilige Kind passend ist.

Wichtig ist uns dabei: Jedes Kind darf sein eigenes Tempo haben. Die Peer-Group gibt einen Rahmen, aber wir schauen immer individuell, was jedes Kind braucht, um sich bei uns sicher und wohlzufühlen.

Eingewöhnungen im laufenden Jahr

Auch bei Aufnahmen außerhalb der regulären Eingewöhnungszeit orientieren wir uns an derselben achtsamen Haltung. Wenn ein Kind nicht gemeinsam mit einer neuen Peer-Group startet, sondern im laufenden Jahr einzeln zu uns kommt, gestalten wir auch diesen Übergang individuell und behutsam. Das Kind darf in seinem eigenen Tempo ankommen, Vertrauen aufbauen und Schritt für Schritt in die bestehende Gruppe hineinwachsen. Dabei achten wir sensibel darauf, was das Kind braucht, um sich sicher zu fühlen, Beziehungen zu entwickeln und seinen Platz im Alltag des Kinderladens zu finden.